Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage (rechts) hat gemeinsam mit Ina Scharrenbach, Nordrhein-Westfalens Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, die Zielvereinbarung über die Entwicklungsmaßnahme „Kamper Weg“ unterzeichnet. Foto: Stadt Meerbusch

Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage hat am Mittwoch (3. Juni) gemeinsam mit Ina Scharrenbach, Nordrhein-Westfalens Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, die Zielvereinbarung über die Entwicklungsmaßnahme „Kamper Weg“ unterzeichnet. Die Ministerin war dazu eigens ins Alte Rathaus nach Osterath gekommen. Mit der Unterzeichnung ist die Unterstützung des Landes NRW für die Vorfinanzierung des Bauvorhabens gesichert- städtische Haushaltsmittel müssen für das Projekt nicht in Anspruch genommen werden.

Im Gegenzug verpflichtet sich die Stadt Meerbusch, mindestens 30 Prozent geförderten Wohnraum zu schaffen. Auf der Fläche von rund 37 Hektar im Stadtteil Osterath sollen zukünftig 690 neue Wohnungen entstehen. „Um das Vorhaben mit Fördergeldern zu unterstützen war uns neben der Zusage, sozialen Wohnraum zu schaffen, auch die Lage wichtig. Das Baugebiet ist verkehrsgünstig zwischen Autobahn, Stadtbahn und Bundesbahnstrecke gelegen. Die Schiene spielt in der Verkehrspolitik der Zukunft eine wichtige Rolle. Daher ist der Standort perfekt“, so Ministerin Ina Scharrenbach.

Neben der Zwischenfinanzierung durch die NRW-Bank in Höhe von 14 Millionen Euro wird die Stadt Meerbusch zudem von der Entwicklungsgesellschaft NRW.Urban unterstützt. Die landeseigene Gesellschaft übernimmt nicht nur den Ankauf von benötigten Flächen und die Planung, sondern auch den Bau der Erschließung und die spätere Vermarktung der Grundstücke. „Wir hätten für die Realisierung des Bauprojektes unser Personal in der Verwaltung deutlich aufstocken müssen. Durch die treuhänderische Zusammenarbeit mit NRW.Urban haben wir dieses Problem nicht. Wir bekommen nun alles aus einer Hand geliefert und bestimmen dabei, was uns wichtig ist. Beispielsweise soll ein hoher Grünanteil in dem Gebiet erhalten bleiben“, sagt Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage.

Da 30 Prozent der Fläche bereits der Stadt gehören, kann das Projekt nun zügig angegangen werden. Aktuell wird das Wettbewerbsverfahren und die Öffentlichkeitsbeteiligung vorbereitet. Diese ist für 2021 vorgesehen. Im Jahre 2025 sollen dann die ersten Bewohner einziehen.

„Generell ist uns wichtig, die Bevölkerung frühzeitig mit ins Boot zu holen“, ergänzt Mielke-Westerlage. Da Osterath in der jüngsten Vergangenheit und zukünftig der sich am stärksten veränderte Stadtteil ist, läuft momentan eine Onlinebefragung der Bevölkerung im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes. Die Bürgerinnen und Bürger können dabei ihre Wünsche und Vorstellungen für den Stadtteil einbringen.