Dr.-Franz-Schütz, Johann Wienands, Dr. Wilhelm Hilser, Rudolf Barthels, Rudolf Lensing, Josef Tovornik, Rudolf-Lensing oder Josef Kohtes – als Namensgeber von Meerbuscher Straßen und Plätzen sind sie bis heute im Stadtbild präsent. Wer die Herren waren und was ihnen die Ehre verschaffte, eine Straße oder einen Platz nach ihnen zu benennen, ist vielen heute allerdings nicht mehr geläufig. Die Auflösung: Die honorigen Herren sind sieben von insgesamt 22 Bürgermeistern, die zwischen dem Kriegsende 1945 und der Meerbuscher Stadtgründung im Jahr 1970 in den Rechtsvorgängergemeinden der heutigen Stadt Meerbusch wirkten: Franz Schütz, Johann Wienands und Wilhelm Hilser in Büderich, Rudolf Barthels und Rudolf Lensing in Osterath, Josef Tovornik im alten Amt Lank, Josef Kothes in Strümp.

„Ungeachtet ihrer Verdienste – Franz Schütz ist bekanntlich sogar einziger Ehrenbürger der Stadt – sind sie aus dem öffentlichen Bewusstsein und der kommunalen Erinnerungskultur weitgehend verschwunden“, sagt Stadtarchivar Michael Regenbrecht – für den Archivar und Historiker Anlass genug, die Biografie der Männer genauer zu erforschen. Am Donnerstag, 20. September, 19.30 Uhr, stellt Michael Regenbrecht im Pfarrsaal der Gemeinde St. Mauritius in Büderich die Ergebnisse seiner Recherchen vor. Titel des Abends: „Im Dienste der gemeindlichen Belange – Die Bürgermeister der Jahre 1945 bis 1970“. Im ersten Teil geht es um Büderich und Osterath. Veranstalter sind die Volkshochschule und der Meerbuscher Geschichtsverein, der Eintritt ist frei.