Entspannter Spaziergang am Kamperweg: (von rechts) Ministerin Ina Scharrenbach, NRW.URBAN-Geschäftsführer Ludger Kloidt und Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Foto: Stadt Meerbusch

Bei einem Ortstermin mit Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, jetzt einen ersten Eindruck vom geplanten Siedlungsgebiet „Kamper Weg / Ivangsheide / Kalverdonksweg“ in Osterath verschafft. Der Grund für den Besuch: Die Stadt Meerbusch entwickelt das rund 35 Hektar große Areal, auf dem in diesem Jahrzehnt in mehreren Bauabschnitten bis zu 700 Wohneinheiten entstehen können, in Kooperation mit der landeseigenen Gesellschaft NRW.URBAN. Den unterzeichneten Kooperationsvertrag überreichte Mielke-Westerlage vor Ort an NRW.URBAN-Geschäftsführer Ludger Kloidt.

Im Jahr 2016 hat das Land NRW ein Förderprogramm aufgelegt, das Kommunen bei der Mobilisierung und Entwicklung von Wohnungsbauland unterstützt. Städte und Gemeinden, die in das Programm aufgenommen werden wollen, müssen den entsprechenden Wohnraumbedarf nachweisen, zudem muss das gewünschte Entwicklungsgebiet sehr gut an den Öffentlichen Nahverkehr angebunden sein. 30 Prozent der entstehenden Bruttogeschossfläche sollten als öffentlich geförderte Wohnungen vorgesehen werden. Im Rahmen der Kooperation unterstützt NRW.URBAN die Stadt quasi als „Entwicklungsgesellschaft auf Zeit“ sowohl personell als auch finanziell bei der Bewältigung des Großprojekts. Sie erwirbt die im geplanten Baugebiet gelegenen Grundstücke für die Stadt, plant und baut die Erschließung, betreibt die Vermarktung, stellt die Vorfinanzierung und das gesamte Projektmanagement sicher.

„Das Areal am Westrand Osteraths ist die größte und wichtigste Entwicklungsfläche, dir wir in Meerbusch haben“, so Mielke-Westerlage. „Deshalb wollen wir hier ein durchdachtes, nachhaltig ausgerichtetes Wohnquartier mit hoher Lebensqualität für die künftigen Bewohner schaffen. Mit dieser Philosophie  liegen wir ganz auf einer Wellenlänge mit Ministerin Scharrenbach.“ Zudem soll das Gebiet im Zeichen guter Nachbarschaft intelligent an das bestehende Wohnumwelt in Bovert angedockt werden. Damit das gelingt, sollen fünf gesetzte Teams aus Stadt-, Landschafts- und Verkehrsplanern im Rahmen eines „Kooperativen Wettbewerbsverfahrens“ Ideen und städtebauliche Rahmenpläne für das Gebiet entwickeln. „Die Bürgerinnen und Bürger werden wir frühzeitig – zum Beispiel im Rahmen eines Werkstattverfahrens vor Ort – aktiv in die Planungen einbeziehen.“