In sozialen Medien ist Brigitte Gehlhausen (Mitte) mit ihrem Geschäft schon präsent. Welche weiteren Möglichkeiten es gibt und wie diese finanziell unterstützt werden können, darüber informieren Alexandra Schellhorn vom Stadtmarketing (links) und Birgit Terschluse von der IHK Mittlerer Niederrhein. Foto: Stadt Meerbusch

Wie bin ich digital aufgestellt? Braucht mein Geschäft eine Internetseite? Sollte ich meine Produkte in einem Webshop verkaufen? Fragen, die besonders jetzt in der Corona-Krise viele Einzelhändler beschäftigen. Zwar dürfen Geschäfte wieder öffnen, dennoch spüren viele Einzelhändler nach wie vor die Auswirkungen des „Corona-Lockdowns“- viele Kunden meiden den Gang ins Geschäft, bevorzugen hingegen die Bestellung im Internet.

So seien nach aktuellen Zahlen des Handelsverband Deutschland die Ausgaben pro Einkauf im stationären Handel um zehn Prozent gesunken. Im Gegenzug stiegen die Ausgaben pro Einkauf im Internet um rund 20 Prozent. „Wir wollen die Einzelhändler zum einem auf die Notwendigkeit aufmerksam machen, sich auch in digitaler Form zu präsentieren, zum anderen gibt es auch interessante Fördermöglichkeiten im Bereich der Digitalisierung“, sagt Alexandra Schellhorn vom Meerbuscher Stadtmarketing.

Gemeinsam mit Birigt Terschluse von der IHK Mittlerer Niederrhein, hat Schellhorn in den vergangenen Tagen Einzelhändler im Stadtgebiet aufgesucht und ihnen den „Zukunfts-Check-Up“ der IHK vorgestellt. Die Einzelhändler können mit der Checkliste prüfen, ob ihr digitaler Auftritt ausreichend ist, oder ob Optimierungsbedarf besteht. Sollte dies der Fall sein, gibt es den passenden Fördertopf direkt dazu. „Viele Einzelhändler wissen nicht, dass sie ihre Digitalisierungsmaßnahmen mit 90 Prozent fördern lassen können. Das Land NRW bietet über den Projektträger Jülich die Landesförderung ´Digitaler Einzelhandel`. Gefördert werden kurzfristige Projekte von Kleinunternehmen, die sich erstmalig digital aufstellen oder den Auf- oder Ausbau der digitalen Technologien für ihr Unternehmen voranbringen wollen. Der Höchstbetrag der Förderung liegt bei 12.000 Euro“, berichtet Birigt Terschluse von der IHK. „Viele Einzelhändler kannten die Unterstützung tatsächlich noch nicht, sind aber von dem Angebot sehr angetan“, ergänzt Meerbuschs Stadtmarketingbeauftrage Alexandra Schellhorn. Ihr war es zudem wichtig, nun auch wieder in den persönlichen Kontakt mit den Einzelhändlern im Stadtgebiet zu treten und diese zu besuchen, was zuletzt durch die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht möglich war.

Den Leitfaden zur Beantragung der Fördermittel, sowie weitere Informationen können interessierte Einzelhändler anfragen unter: heimatshoppen@meerbusch.de. Die Dokumente sind außerdem zum Download auf der Seite des Stadtmarketing der Stadt Meerbusch in der Rubrik „Corona-Virus: Unterstützung für Unternehmen“ abrufbar.