Der stellvertretende Bürgermeister Michael Billen (2. von rechts hinten) empfing diesmal die Sternsinger aus den Meerbuscher Pfarreien im Erwin-Heerich-Haus. Mit dabei (von links): Gemeindereferentin Birgit Hellmanns sowie die Pfarrer Norbert Viertel und Michael Berning. Foto: Stadt Meerbusch

Auch in den katholischen Kirchengemeinden Meerbuschs werden rund um den Dreikönigstag am 6. Januar wieder die Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, den Segensspruch “20+C+M+B+20” (“Christus mansionem benedicat” – “Christus segne das Haus”) an die Türen schreiben und Spenden sammeln. Bundesweit werden es rund 300.000 Kinder und Jugendliche sein. Eine Abordnung der kleinen Könige mit den Pfarrern Michael Berning (St. Mauritius und Heilig Geist) und Norbert Viertel (Hildegundis von Meer) sowie Gemeindereferentin Birgit Hellmanns stattete jetzt traditionsgemäß der Stadtverwaltung einen vorweihnachtlichen Antrittbesuch ab. Dabei wurde wie immer auch der Schwerpunkt der diesjährigen Spendenaktion vorgestellt und natürlich viel gesungen.

Aus der Hand des stellvertretenden Bürgermeisters Michael Billen gab es den ersten Geldschein in die Sammelbüchsen. „Das ist mein erster Sternsingerempfang, und ich bin sehr beeindruckt“, erklärte Billen bei der Begrüßung. „Ich finde es toll, dass ihr euch dafür interessiert, wie es den Kindern in den armen Ländern der Erde geht. Mit eurer Aktion helft ihr aktiv mit, unsere Welt ein Stück besser zu machen.“ Pfarrer Norbert Viertel konnte das nur unterstützen: „Ich denke, Kinder können als Sternsinger viel fürs Leben lernen – auch die Tatsache, dass unser Wohlergehen hier in Deutschland keine Selbstverständlichkeit ist.“

Träger der bundesweiten Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die Aktion Sternsingen unterstützt rund 1.500 Kinderhilfsprojekte in über 100 Ländern. Das Sternsingen gilt als weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Jedes Jahr wird ein anderes Beispielland ausgewählt. Diesmal ist es der Libanon. Seit dem Kriegsausbruch im Nachbarland Syrien hat der Libanon rund 1,2 Millionen Geflüchtete aufgenommen – mit entsprechenden Problemen für Infrastruktur, Schulen und Gesundheitsversorgung. Seitdem gibt es Spannungen im Land. Zu den Leidtragenden gehören – wie so oft – die Kinder.