„Schnuppertag“ in der Städtischen Musikschule am Kaustinenweg in Strümp – das steht für buntes Gewusel, Kinder und Eltern treppauf, treppab, Klaviergeklimper-, Trompetengeschmetter-, zarte Geigenklänge, Geschubse am Schlagzeug: „Lass‘ mich mal!“ Die Frage des Tages ist jedes Jahr dieselbe: Welches Instrument ist für mich das richtige? Einfach mal anfassen, mal reinblasen, mal zupfen oder trommeln – und natürlich beraten lassen. Probieren geht über Studieren, das ist – stark vereinfacht – der Grundgedanke des Schnuppertages vor der Anmeldung zum neuen Musikschuljahr. Corona aber hat auch durch dieses traditionelle Angebot einen dicken Strich gemacht. „Das ist für uns natürlich sehr schade, denn an diesem Tag kann sich unser Haus mit allen Facetten präsentieren und ein Musikerlebnis zum Anfassen bieten“, bedauert Musikschulleiterin Anne Burbulla.

Für sie und ihr Team waren der Lockdown und seine Hemmnisse freilich kein Grund, die Flinte ins Korn zu werden. „Wir wollten für unser Haus werben und zeigen, was wir bieten – und das ist jede Menge.“ Ergebnis der gemeinsamen Überlegungen: ein zwölfminütiges, kindgerechtes Video, in dem sich Jungen und Mädchen vom staunenden „Musikbär“ persönlich durch die Schule und die bunte Welt der Instrumente aus Blech, Fell und Holz entführen lassen können. „Wir sind die Instrumente – Der Musikbär im Haus der Klänge“ heißt der Titel des Films, der jetzt auf den Seiten der Musikschule unter www.meerbusch.de und auf dem Youtube-Kanal der Stadt Meerbusch zu sehen ist. Geige, Violoncello, Schlagzeug, Flöte, Saxophon, Gitarre, Klarinette, Bass, Harfe, Waldhorn und viele mehr – der Musikbär und seine virtuellen Besucher haben die Qual der Wahl. „Um hier weiterzuhelfen, haben wir natürlich auch unser Beratungsangebot ans Telefon oder in die digitale Welt verlegt“, so Anne Burbulla. „Auch eine Beratung per Video-Chat funktioniert wunderbar. Ich kann alle Eltern und natürlich auch die Kinder selbst nur ermuntern, diese Möglichkeit zu nutzen.“

Viele Angebote der Musikschule, die üblicherweise im Klassenraum stattfanden, laufen inzwischen digital weiter. Das gilt auch für die beliebte Singpause der Meerbuscher Grundschulen. „Auch das gemeinsame Singen kann online Spaß machen. Im Stundenplan der Grundschulen ist die Singpause weiter ein fixer Termin.“ Dennoch sehnt auch Anne Burbulla mit ihrem gesamten Team den Tag herbei, an dem die Musikschule wieder für den Präsenzunterricht öffnen kann. „Denn das ist durch nichts zu ersetzen.“

Das neue Musikschulhalbjahr startet am 1. April 2021. Derzeit sind sowohl im Instrumental-, als auch im Gesangbereich noch Plätze frei. Wer sich informieren, beraten lassen, einen Platz im Instrumental- oder Gesangsbereich der Musikschule sichern möchte, kann direkt mit der Musikschulleitung Kontakt aufnehmen. Alle Ansprechpartner, Kontaktdaten und Infos zum Angebot finden sich auf den Seiten der Musikschule unter www.meerbusch.de.