Foto: Stadt Meerbusch

Auch wenn das Corona-Virus das öffentliche Leben noch immer fest im Griff hat – das beliebte „Stadtradeln“ geht auch dieses Jahr in Meerbusch und allen weiteren Kommunen im Rhein-Kreis Neuss in eine neue Runde. Vom 28. Mai bis 17. Juni 2021 soll wieder für ein gutes Klima geradelt werden. In diesem Zeitraum können Meerbuscherinnen und Meerbuscher und alle, die in Meerbusch arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen, bei der Kampagne „Stadtradeln“ mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Mitglieder des Stadtrates und seiner Ausschüsse sollen mit gutem Beispiel vorangehen.

Neu in diesem Jahr ist das „Schulradeln“: Es ergänzt die Stadtradeln-Kampagne und richtet sich ganz konkret an alle Kinder und Jugendlichen an Grund- und weiterführenden Schulen. Gesucht wird die fahrradaktivste Schule. „Die Schülerinnen und Schüler sammeln ihre gefahrenen Radkilometer individuell oder als Klassenverband für ihr Schul-Team“, erklärt Denise Pottbäcker, Klima-Managerin der Stadt Meerbusch. „Mitmachen können auch Lehrkräfte und Eltern. Jeder gefahrene Kilometer zählt, egal ob Schulweg oder Freizeit. Dadurch kann gleich dreimal gepunktet werden: Für die Schule, für Meerbusch und den Rhein-Kreis Neuss.“

Organisierte Gruppenfahrten wird es wegen der Corona-Pandemie erneut nicht geben –  auch die beliebte „Meerbuscher Rad-Nacht“ kann nicht stattfinden. „Dennoch bietet das Radfahren in diesen Zeiten die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen und Ausflüge zu unternehmen“, so Denise Pottbäcker. Das fördere nicht nur die Gesundheit, sondern helfe auch, der mit der Einschränkung des öffentlichen Lebens einhergehenden Langeweile ein wenig entgegenzuwirken. Alleine, zu zweit oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt können also auch dieses Jahr fleißig Kilometer gesammelt werden. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter stadtradeln.de/meerbusch.

Beim Stadtradeln geht es wie immer um Spaß am Radfahren und tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auch konkrete Zahlen sprechen dafür: „Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen werden auf kurzen Strecken im Ort verursacht“, so Denise Pottbäcker. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden.

Ein Stadtradeln-Team gründen bzw. einem beitreten, um am Wettbewerb teilzunehmen, kann jeder. Dabei sollten die Teilnehmer so oft wie möglich das Fahrrad privat und beruflich nutzen. Denise Pottbäcker hofft trotz der erneut besonderen Ausgangslage auf ein gutes Ergebnis. „Es wäre toll, wenn wir wieder gemeinsam ein eindrucksvolles Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung in Meerbusch setzen könnten.“