Auch in Meerbusch gibt es immer mehr „Schottergärten“. Fatal ist: Die versiegelten Flächen gelten als ökologisch wertlos, biologisch tot und mikroklimatisch bedenklich. Weil keine Pflanzen wachsen, wird weder Sauerstoff produziert noch Feinstaub gebunden. Bei Sonneneinstrahlung heizen sich die „Steinwüsten“ auf und strahlen die Hitze in die Umgebung ab. Und: Entgegen landläufiger Auffassung sind Schottergärten nicht pflegeleicht: Zwischen den Steinen setzen sich Samen fest, Unkraut sprießt, totes Laub und Dreck sammelt sich. Aber es geht auch anders.

IM RATHAUS GEHEN DIE ERSTEN EINSENDUNGEN ZUM WETTBEWERB EIN

In allen Stadtteilen werden bunte, lebendige und vor allem insektenfreundliche Vorgärten gesucht. Noch bis zum 15. September haben Meerbuscher*innen Zeit, eine E-Mail mit zwei bis drei aussagekräftigen Fotos, die Gestaltung und Charakter des Vorgartens dokumentieren, an die Adresse gartenfreude@meerbusch.de zu senden. Die Fotos – gern auch aus verschiedenen Blüh-Phasen des Sommers – sollten jeweils 2 bis 3 Megabyte groß sein. Ein kurzer erklärender Text kann die Bewerbung abrunden. Dann noch den vollständigen Namen und Adresse hinzufügen, und es kann losgehen. Eine Fachjury um Bürgermeister Christian Bommers wird die Bewerbungen sichten, nach Insektenfreundlichkeit, Naturnähe und Vielfalt bewerten und die Gewinner persönlich auszeichnen.

EIN KLEINES BEET – FÜR INSEKTEN EIN PARADIES

Michael Betsch, als Bereichsleiter der Stadtverwaltung unter anderem verantwortlich für die städtischen Grünanlagen, ist ein Fan insektenfreundlicher Gärten. Die Stadt Meerbusch selbst geht mit Blühwiesen, Wildstaudenbeeten und ersten Mustergärten im öffentlichen Raum mit gutem Beispiel voran. „Heimische Blumen, Stauden und Gehölze bieten Bienen, Schmetterlingen und Insekten jeder Art wertvollen Lebensraum. Und das Ganze verlangt weitaus weniger Pflege als manche vermuten“, sagt er. „Selbst kleine Grünflächen speichern Feuchtigkeit und sind wichtig fürs Mikroklima. ‚Ganz nebenbei‘ schaffen sie als Mini-Ökosystem mehr Lebensqualität für Mensch und Tier.“ Viele Insekten seien vom Aussterben bedroht, weil sie in unserer Kulturlandschaft keine Nahrung mehr finden. Hier könne der Mensch mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen. „Schon ein kleines Beet mit Blumen und Kräutern kann für Insekten und auch Vögel ein Paradies sein. Vielleicht ist unser Wettbewerb für manchen Gartenfreund ein Anstoß, seinen Vorgarten auch ökologisch etwas aufzuwerten.“

ATTRAKTIVE PREISE ZU GEWINNEN.

Den Besitzern der vier schönsten Vorgärten winken Einkaufsgutscheine von Meerbuscher Gartencenter im Wert von je 250 Euro. Auf weitere Teilnehmer wartet moderne Fachliteratur mit praktischen Tipps und Pflanzempfehlungen zur naturnahen Gartengestaltung. Info-Material der Stadt dazu liegt jetzt auch in den Bürgerbüros und öffentlichen Einrichtungen der Stadt sowie bei den Gartencentern aus. Hilfreiche Links und Infos gibt es zudem im Internet auf www.meerbusch.de.