Seit 2012 kämpfen Politik und Verwaltung gemeinsam mit der Bürgerinitiative gegen den geplanten Doppelstromkonverter im Stadtteil Osterath. Auf ihren Internetseiten unter www.meerbusch.de hat das Referat Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus jetzt nochmals die grundlegenden Fakten, die Position der Stadt sowie die Maßnahmen, die Politik und Stadtverwaltung bereits gegen den Bau eingeleitet haben, chronologisch aufgelistet.

Per Mausklick ist die gesamte städtische Berichterstattung der vergangenen sieben Jahre übersichtlich nachzulesen. Von der ersten kritischen Stellungnahme der Stadt zum Netzentwicklungsplan 2012 über die Verfassungsbeschwerde wegen Eingriffs in die kommunale Planungshoheit und die gefassten Resolutionen des Stadtrates gegen das Großprojekt bis hin zum aktuellen Stadt der Dinge gibt es einen kompletten Überblick. Auch über die leidige Diskussion um den am besten geeigneten Standort, den Streit mit dem Regionalrat und die städtische Forderung nach konsequentem Schutz der im Umfeld lebenden Menschen gibt die Themenpalette einen guten Überblick. Im Video können sich Interessierte den Bürgerinfo-Abend vom 21. Januar 2019 in der Realschule nochmals in Erinnerung rufen. „Leider gibt es hier und da noch unterschwellige Kritik, Verwaltung und Stadtrat hätten zu wenig gegen den Konverter getan“, so Stadtsprecher Michael Gorgs. „Unser Rückblick zeigt mehr als deutlich, dass alle erdenklichen Schritte unternommen wurden und werden, um ein für Meerbusch und Osterath bestmögliches Ergebnis herauszuholen.“

Die Info-Palette zum Doppelstromkonverter ist über einen Link auf der Startseite des städtischen Internetauftritts sofort zu finden. Über die Funktion „Recherche“ im Bürger-Informationssystem „Stadtrat online“ können Interessierte sich zudem alle Beratungsvorlagen und Beschlüsse aus dem Rat und den betroffenen Fachausschüssen zum Thema Konverter ansehen.

Die Infos dürften auch eine gute Hintergrund-Lektüre vor der morgigen Ratssitzung (Dienstag, 29. November, 17 Uhr, Meerbusch-Gymnasium Strümp) sein. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage hat dazu nochmals Vertreter des Netzbetreibers Amprion eingeladen, um der Politik Rede und Antwort zu stehen. Amprion wird  in der Ratssitzung erstmalig eine Foto-Animation mit den Baukörpern und Nebenanlagen auf dem jetzt konkret beantragten Standort sowie den  Landschaftspflegerischen Begleitplan zum Vorhaben vorstellen. Dieser Begleitplan ist auch Bestandteil des Antrags, den Amprion beim Rhein-Kreis Neuss eingereicht hat. Zudem werden die Vertreter zum laufenden Genehmigungsverfahren vortragen.