Serie: Meerbusch macht Mut – Jürgen Simons und Rainer Hansmeyer kümmern sich um die Belange behinderter Menschen

Jürgen Simons und Rainer Hansmeyer freuen sich auf ihre neue Aufgabe. Foto: Stadt Meerbusch

Die Welt mit den Augen eines Behinderten sehen – geht das? Jürgen Simons und Rainer Hansmeyer sind dabei, sich diese Fähigkeit anzueignen. Seit Anfang 2019 sind sie die ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Stadt Meerbusch. Ihre Aufgabe: Sie vertreten ihre Belange im Stadtrat und in der Verwaltung. Sie beraten aber auch bei individuellen Problemen, geben Praxistipps und stellen – falls erforderlich ist – auch Kontakte zu anderen Institutionen, Einrichtungen oder Verbänden her.

Jürgen Simons hat selber Behinderung und Krankheit im Freundes- und Familienkreis erlebt und ehrenamtlich Behinderte im Haus Miteinander betreut.: „Seitdem habe ich ein ganz anderes Gefühl dafür bekommen, was ein Handicap im Alltag an Problemen und Einschränkungen mit sich bringt“, so der 66-jährige Lank-Latumer, der auch Vorsitzender der Meerbuscher Ortsgruppe des Sozialverbandes VdK ist. Rainer Hansmeyer (Büderich) hat einen anderen Schwerpunkt: „Ich habe Architektur studiert und kenne mich gut aus, wenn es um bauliche Dinge geht.“

Als Sachkundiger Bürger arbeitet der 62-Jährige für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Kultur- und im Planungsausschuss des Stadtrates mit. „Ich habe zugesagt, weil mich das Thema interessiert. Wir leben in einer Gesellschaft, die zunehmend älter wird. Deshalb müssen wir auch unsere Infrastruktur an die neuen Bedürfnisse anpassen.“ Als Behindertenbeauftragter will er den Dialog mit Betroffenen suchen, bewusstseinsbildend arbeiten. In öffentlichen Gebäuden, aber auch in Restaurants oder Geschäften gebe es immer wieder kleine Unzulänglichkeiten, die Menschen mit Behinderungen zu schaffen machen.

Sprechstunden der Behindertenbeauftragten: an jedem vierten Montag im Monat von 10 bis 12 Uhr im Raum 162 des Sozialde­zernates am Bommershöfer Weg 2­9 in Meerbusch­-Osterath.