Fahrrad-Tour-Radfahren
Foto: Symbolbild

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat wieder seine bundesweite Umfrage zum großen „Fahrradklima-Test“ gestartet. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ruft der ADFC einmal mehr hunderttausende Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden zu bewerten.

Die Aussagen, die die Umfrage liefert, sollen Politik und Verwaltung einen Eindruck davon verschaffen, wie sicher oder unsicher sich Rad fahrende Menschen fühlen. Zudem soll die Befragung Hinweise darauf geben, wo an den Bedingungen für den Radverkehr noch etwas zu verbessern ist oder wo die Bemühungen für den Radverkehr schon Erfolge zeigen.

„Fahrradfreundlichkeit ist mittlerweile ein echter Standortfaktor und ein Synonym für Lebensqualität in unseren Städten geworden. Deshalb haben wir in Meerbusch in den letzten Jahren eine Menge für den Radverkehr getan“, so Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Seit dem Beitritt Meerbuschs zur „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW“ (AGFS) im Herbst 2016 hat die Stadt eine Vielzahl von Projekten zur Förderung des Radverkehrs in Meerbusch gestartet. Radwege wurden saniert oder neu gebaut, Kreuzungen entschärft, neue Fahrradabstellanlagen an Schulen errichtet, Fahrradschutzstreifen markiert. In Büderich entstand die erste Fahrradstraße Meerbuschs. „Unser Ziel ist es, das Fahrrad nicht nur als Freizeitsportgerät, sondern auch als ernst zu nehmendes Verkehrsmittel für die Nahmobilität nach vorn zu bringen“, so Mielke-Westerlage.

Jetzt geht es um die Frage: Kommen die Verbesserungen auch bei den Bürgerinnen und Bürgern an? Was läuft schon gut – was nicht? „Wir bitten alle Meerbuscher, sich ein paar Minuten Zeit für die Befragung zu nehmen. Es lohnt sich!“, sagt Denise Pottbäcker, die sich im Rathaus um Klima- und Mobilitätsmanagement kümmert. Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob die Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren insgesamt sicher anfühlt. 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich 2018 bundesweit an der alle zwei Jahre laufenden Umfrage beteiligt – 40 Prozent mehr als 2016. Insgesamt wurden 683 Städte und Gemeinden bewertet (2016: 539). Meerbusch landete beim ADFC-Fahrradklima-Test 2018 in der Kategorie „Städte von 50.000 bis 100.000 Einwohner“ mit einer Gesamtbewertung von 3,7 landesweit auf dem 8. (von 43) bundesweit auf dem 18. (von 106) Platz.

Die Umfrage läuft bis zum 30. November 2020 über die Internetseite www.fahrradklima-test.adfc.de. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet in diesem Jahr zum neunten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert den Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP).