Die Moschusmalve nehmen Fabian Schneider und Lars Christmann genauer unter die Lupe. Gemeinsam mit Anna Hardenberg, Landschaftsarchitektin bei der Stadt Meerbusch, haben die Azubis des städtischen Servicebereichs "Grünflächen" im vergangenen Jahr das Wildstaudenbeet im Meerbadpark angelegt. Foto: Stadt Meerbusch

Genau vor einem Jahr wurde im Büdericher Meerbadpark ein neues Wildstaudenbeet gepflanzt. Vertreter aus Politik und Verwaltung hatten unter Anleitung der Auszubildenden des Bereichs „Grünflächen“ der Stadt Meerbusch das Beet angelegt. Mittlerweile blühen die heimischen Wildstauden, wie Königskerze, Kugeldistel oder Leimkraut prächtig- Zeit also für die Azubis der Grünkolonne, zu ihrer Wirkungsstätte vom vergangenen Jahr zurückzukehren.

„Die Pflanzenkunde ist Teil der Ausbildung. Dabei werden nicht nur Bücher gewälzt, sondern natürlich die einzelnen Pflanzen und Bäume in der Natur begutachtet. Besonders lehrreich ist da ein solches Wildstaudenbeet, weil es davon noch nicht so viele gibt, auch wenn der Trend immer mehr in diese Richtung geht“, erläutert Anna Hardenberg, Landschaftsarchitektin bei der Stadt Meerbusch.

„Das ist eine Moschusmalve“, erklärt Fabian Schneider seinem Kollegen Lars Christmann, der kurz vor seinem zweiten Lehrjahr steht. Schneider selbst hat seine Ausbildung bereits abgeschlossen, war im vergangenen Jahr aber an der Anlage des rund 200 Quadratmeter großen Beetes beteiligt. Rund eintausend Pflanzen wie Großer Bocksbart, Kümmel oder Salbei, wurden damals gepflanzt. Aus den winzigen Setzlingen sind mittlerweile bis zu zwei Meter hohe Prachtgewächse geworden, die nicht nur dem Auge etwas bieten, sondern vor allem Insekten. „Wichtig war es uns, heimische Pflanzen zu verwenden. Früher waren sie hier weit verbreitet. In den letzten Jahren hat man die Gewächse eher seltener gesehen. Erst durch die Diskussion, mehr für den Artenschutz, vor allem für Wildbienen zu tun, werden die Stauden wieder vermehrt gepflanzt- auch in privaten Gärten“, weiß Anna Hardenberg, die das Beet gemeinsam mit den Azubis geplant hatte.

Neben den Pflanzen wurden aber auch Ruhezonen für Insekten berücksichtigt. „Es ist schön zu sehen, wie toll die Stauden wachsen und wie viele Insekten es hier mittlerweile gibt“, freut sich Hardenberg.