Polizei

Am Donnerstag (12.12.) erbeuteten Unbekannte an der Werkstraße in Meerbusch-Osterath mit dem Trick des „falschen Polizeibeamten“ eine hohe Summe Bargeld.

Eine knapp 80-Jährige erhielt gegen 13:00 Uhr den Anruf eines vermeintlichen Ermittlers der Polizei. Er erzählte ihr, dass gegen Bankmitarbeiter ermittelt werde und man ihr Geld auf Echtheit überprüfen müsse. Er bewegte die an sich misstrauische Seniorin durch massive Überzeugungsarbeit dazu, einen hohen Betrag bei der Bank abzuheben.

Danach erhielt die Meerbuscherin gegen 14:45 Uhr Besuch von einem weiteren angeblichen Polizeibeamten, der das Geld in Augenschein nehmen wollte. Einer Mitnahme des Betrages stimmte sie nicht zu, wurde aber immer wieder durch den Anrufer abgelenkt, sodass der „Polizist“ sich unter einem Vorwand mit einem fünfstelligen Betrag als Beute aus der Wohnung entfernen konnte.

Als ihre Rückfragen am Telefon von dem Betrüger abgewehrt wurden, kontaktierte die Seniorin eine Bekannte, die ihr riet, die 110 zu wählen, da es sich sicherlich nicht um die echte Polizei, sondern Betrüger gehandelt habe.

Am gleichen Tag ereigneten sich in Meerbusch-Bösinghoven weitere Versuche mit dieser Masche, die jedoch scheiterten.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun Zeugen. Der Mann, der das Geld mitnahm, wird wie folgt beschrieben: etwa 30 Jahre alt, deutlich größer als 180 Zentimeter, kräftige Statur, kurzes, schwarzes Haar. Die Kleidung wurde als dunkel und sportlich beschrieben; er trug vermutlich eine Jeans. Die Körperhaltung soll nicht ganz gerade gewesen sein.

Wem ist zur Tatzeit in der Werkstraße etwas Verdächtiges aufgefallen, etwa der beschriebene Mann oder auch ein verdächtiges Fahrzeug? Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter der Nummer 02131 300-0 bei der Polizei zu melden.

Solche Betrugsversuche kommen immer wieder vor. „Das kann mir nicht passieren!“ ist leicht gesagt. Es kann jeden treffen, denn die Betrüger gehen sehr geschickt vor, überrumpeln ihre Opfer oder setzen sie gezielt unter Druck – mit unterschiedlichen Maschen. Eines ist ihnen jedoch gemein: das Opfer soll gar nicht dazu kommen, nachzudenken. Machen Sie sich und Ihren Angehörigen bewusst: Die Polizei wird Sie niemals nach dem Aufbewahrungsort Ihrer Wertgegenstände und Ihres Bargelds fragen und es für Sie „sicher aufbewahren“ wollen. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten oder Ihre Vermögensverhältnisse preis.

Generell gilt: Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt oder Sie Opfer eines Betruges geworden sind, entweder über 02131-300-0 oder über den Notruf 110.