Am Mittwoch (31.3.), erhielt ein 87-Jähriger aus Meerbusch einen Anruf einer vermeintlichen Polizeibeamtin, die ihn darüber in Kenntnis setzte, dass seine Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem jemand gestorben sei – nun drohe ihr die Untersuchungshaft. Abgewendet werden könne dies nur durch Hinterlegung einer hohen Bargeldsumme als Kaution. Der Senior sprach dann am Telefon noch mit einer weinenden Frau, die sich als seine Tochter ausgab und die Geschichte bestätigte. Derartig unter Druck gesetzt suchte der Meerbuscher seine Bank auf, hob eine fünfstellige Summe ab und fuhr auf Anweisung der angeblichen Polizeibeamtin zur Dülkener Straße in Viersen. Hier erfolgte die Übergabe gegen 13 Uhr in der Nähe des Amtsgerichts. Erst im Nachhinein wurde der Betrug erkannt.

Der unbekannte Mann, der das Geld in Empfang genommen hatte, soll etwa 25 bis 30 Jahre alt und circa 165 Zentimeter groß gewesen sein. Er war bekleidet mit einer blauen Sweatshirt-Jacke und trug dazu eine blaue Schirmmütze mit der Aufschrift „NY“.

Das Kriminalkommissariat 12 in Neuss hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer die Übergabe beobachtet hat oder Hinweise zur Identität des Abholers geben kann, wird gebeten, sich unter der Nummer 02131 300-0 mit der Polizei im Rhein-Kreis Neuss in Verbindung zu setzen.