Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und Claus Klein, Bereichsleiter "Immobilien" der Stadt Meerbusch, haben die Kita "Rheinräuber" offiziell an den Träger "Kinderzentrum Kunterbunt" übergeben. Claudia Kleingrothe (Mitte) ist die Leiterin der neuen Kita. Foto: Stadt Meerbusch

Die Kita „Rheinräuber“ am Laacher Weg in Büderich ist am Donnerstag (29.10.2020), offiziell durch Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage an den Träger, die „Kinderzentren Kunterbunt“ GmbH, übergeben worden. Mielke-Westerlage freut sich, dass die Bauarbeiten wie geplant, zum Beginn des neuen Kindergartenjahres Anfang September fertiggestellt worden. „Seitdem läuft der Betrieb. Die ersten Kinder werden bereits in den Gruppen betreut“, so Bürgermeisterin Mielke-Westerlage bei der Übergabe.

In der sechsgruppigen Kita sollen künftig 20 U3-Kinder und 75 Ü3-Kinder betreut werden können.

Zwischen Spatenstich und Eröffnung lag nicht einmal ein Jahr- möglich gemacht haben das Holzrahmenbauteile, die im Werk vorgefertigt und vor Ort nur noch verschraubt werden mussten. „Der Vorteil dieser Bauweise ist, dass wir wetterunabhängig bauen konnten. Besonders im Winter spielt das eine große Rolle, denn so können Verzögerungen bedingt durch die Witterung vermieden werden“, sagt Claus Klein, Bereichsleiter „Immobilien“ der Stadt Meerbusch.

Die Stadtverwaltung hatte erstmals bei einer Baumaßnahme auf diese Art der Fertigbauteile gesetzt. Dabei wurde die komplette Kita digital am Computer geplant. So konnten nicht nur die einzelnen Raumgrößen, sondern auch die Positionen von Fenstern, Steckdosen und Türen im Vorfeld festgelegt werden. Die einzelnen Elemente wurden dann millimetergenau mit modernster Technik vorgefertigt.

Auch in Sachen Energieeffizienz ist das Gebäude auf dem neuesten Stand. So unterschreitet die Wärmedämmung die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (ENEV) um mehr als 70 Prozent. Die kompakte Bauweise, beste Dämmung, Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung in den Gruppenräumen und eine Photovoltaikanlage im Dach machen es möglich. Zudem versorgt das Blockheizwerk des nahegelegenen Mataré-Gymnasiums die Kita mit Wärme.

Die Baukosten für das zweigeschossige Gebäude liegen bei rund 3,8 Millionen Euro, etwa 150.000 Euro veranschlagte die Inneneinrichtung. Das Land NRW hat sich mit 2,5 Millionen Euro an den Baukosten beteiligt.

Die neue Kita soll dazu beitragen, den gestiegenen Bedarf an Betreuungsplätzen im Stadtgebiet zu decken. Vor allem durch den Zuzug immer mehr junger Familien mit kleinen Kindern nach Meerbusch war die Zahl der Kinder unter sechs Jahren – insbesondere in Büderich – entgegen früherer Prognosen deutlich gestiegen.

„Besonders schwierig gestaltete sich jedoch die Suche nach einem geeigneten Bauplatz für die neue Einrichtung. Da große Teile Büderichs in der Lärmschutzzone des Düsseldorfer Flughafens liegen, haben Kita-Neubauten keine Chance auf Genehmigung durch die Bezirksregierung. Auf dem großen, zum Teil nicht mehr genutzten Sportgelände des Mataré-Gymnasiums, ergab sich schließlich die Gelegenheit zu bauen. Ein Teil des Areals wurde abgeteilt und nun für die Kita genutzt. Die Entscheidung fiel im Einvernehmen mit der Schulleitung“, so Mielke-Westerlage weiter. Für sie war es die insgesamt elfte Kita-Eröffnung. Am 31. Oktober wird sie sich nach 50 Jahren im Dienste der Stadt in den Ruhestand verabschieden.