Die letzten karnevalsbegeisterten Bretonen aus der Partnerstadt Fouesnant sind gerade mit vielen bunten Eindrücken heimgereist – die Arbeit des Partnerschaftskomitees und des Fördervereins geht aber schon weiter. Gute Nachricht für die Komitee-Vorsitzende Gabi Pricken: Sie erhält ab sofort tatkräftige Unterstützung von zwei Stellvertretern, die von Kindesbeinen an mit der Städtepartnerschaft aufgewachsen sind: Jo Cornelißen, Sohn des legendären „Vaters“ der Partnerschaft, Rolf „Coco“ Cornelißen, und Marco Rosenbaum – seine Eltern Renate und Franz-Josef fördern seit vielen Jahren den Erwachsenenaustausch – kümmern sich fortan aktiv mit um die Weiterentwicklung der Partnerschaft. Die beiden lösen den aus Altersgründen zurückgetretenen Dirk Männich ab.

Einiges an Vorbereitungsarbeit wartet schon auf die beiden Neulinge: Vom 30. Mai bis 2. Juni wird wieder eine Meerbuscher Delegation um Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage nach Fouesnant reisen. Anfang Juli treffen die Bretonen in Meerbusch ein, um gemeinsam am Frankreichfest in Düsseldorf teilzunehmen. Die Meerbuscher planen im Gegenzug erstmals einen Weihnachtsmarkt in Fouesnant.

Erst im vergangenen Jahr feierte die „Jumelage“ Meerbusch-Fouesnant ihr 50-jähriges Bestehen, für Jo Cornelißen ist die Freundschaft zwischen beiden Städten allerdings nach wie vor hochaktuell: „Gerade in Zeiten, in denen wieder vermehrt nationalistische Töne zu hören sind, sollten wir die Kontakte zu unseren französischen Freunden weiter intensivieren.“ Über Staatsgrenzen und Sprachbarrieren hinweg sei es wichtig, Freundschaften zu schließen und zu leben. „Unsere Städtepartnerschaft ist dafür ideal.“

Lothar Beseler, Vorsitzender des Fördervereins Meerbusch-Fouesnant, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem jetzt verstärkten Vorstand des Partnerschaftskomitees. Der eingetragene Verein fördert bereits seit 2004 unter anderem Fahrten und Sprachaufenthalte von Schülerinnen und Schüler in Fouesnant und unterstützt den seit nunmehr 45 Jahren gepflegten Sportleraustausch. „Der Besuch junger Menschen in unserer Partnerstadt darf nicht am Geld scheitern. Auch Kinder, deren Eltern die Reisekosten  nicht aufbringen können, sollen die Möglichkeit haben, unsere Partnerschaft erleben und ihren Horizont erweitern können“, sagt Lothar Beseler. Er hofft, dass – unabhängig von möglichen Zuschüssen – auch die Meerbuscher Schulen wieder vermehrt Kontakte nach Fouesnant knüpfen. Auch ein Austausch unter Künstlern aus Meerbusch und Fouesnant wäre wünschenswert. Gemeinsam mit dem Partnerschaftskomitee könne man hier noch vieles bewegen.