Fröhliche Versammlung im Rathausgarten: Bürgermeister Christian Bommers ehrte die Gewinner des erstmals ausgeschriebenen Wettbewerbs "Meerbuschs Vorgärten des Jahres". Foto: Stadt Meerbusch
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Kerstin Hecker aus Strümp, Sabine Hüsgen aus Bösinghoven, Ariane Jeckel aus Lank-Latum sowie Rebecca, Stephan und Luisa Haag aus Büderich dürfen sich freuen: Sie sind stolze Besitzer von „Meerbuschs Vorgärten des Jahres 2021“. Den entsprechenden Wettbewerb hatte die Stadt im Mai erstmals ausgeschrieben, um Vorgärten auszuzeichnen, die durch heimische Artenvielfalt, Insektenfreundlichkeit und Naturnähe überzeugen. Bis Mitte September hatten die Bewerber Gelegenheit, in verschiedensten Blühphasen des Sommers Fotos zu schießen und ihre individuelle Gartengestaltung kurz zu beschreiben.

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„Leider gibt es auch bei uns in Meerbusch immer häufiger trostlose Schottergärten. Mit unserem Wettbewerb setzen wir ein positives Zeichen dagegen“, so Bürgermeister Christian Bommers bei der Ehrung der Gewinner. Nicht zuletzt leisteten lebendige Vorgärten einen wertvollen Beitrag zum lokalen Klimaschutz „vor der Haustür“. Die vermeintlich pflegeleichteren Schottergärten hingegen seien ökologisch wertlos und würden gerade im Sommer zu wahren Hitzehotspots.

Insgesamt 50 bunt bebilderte Bewerbungen begeisterter „Vorgärtner“ aus allen Stadtteilen waren bis Mitte September im Rathaus eingegangen. Neben den vier Hauptgewinnern wurden weitere elf Vorgärten mit Trostpreisen belohnt. Michael Betsch, als Fachbereichsleiter unter anderem für die städtischen Grünflächen verantwortlich, und seine Fachkollegin Anna Hardenberg hatten als Jury die Qual der Wahl gehabt.

„Die vier großen Meerbuscher Gartencenter Bogie, Wantikow, Selders und Jentjens haben unseren Wettbewerb spontan unterstützt und die Aktion erfolgreich mit beworben“, so Stadtsprecher und Initiator Michael Gorgs. So konnten die vier Gewinner neben einer offiziellen Urkunde und einem Blumenstrauß auch je einen Einkaufsgutschein im Wert von jeweils 250 Euro entgegennehmen.

„Meine Nachbarn, die große Freude an unserem Vorgarten haben, haben mich gedrängt: An dem Wettbewerb musst du unbedingt teilnehmen“, berichtete Kerstin Hecker stolz. Prächtige Schwertlilien und dauerblühendes Johanniskraut locken bei ihr Insekten an. Familie Haag, die im Neubaugebiet Am Gutshof in Büderich ein Eigenheim gebaut hat, setzt auf bunte Blütenvielfalt. „Gerade bei großer Hitze im Sommer ist so ein Garten, in dem es summt und brummt, herrlich“, freut sich Rebecca Haag. Sabine Hüsgen hat ihren Garten am Ortsrand von Bösinghoven passend zum Haus von Grund auf neu gestaltet. Viele Insekten und Vögel finden bei ihr Unterschlupf und Nahrung. „Als wir unser Haus kauften, stand rundherum fast nichts. Jetzt ist daraus ein kleines Paradies geworden“, so die Künstlerin.

„Der globale Klimawandel löst schnell das ungute Gefühl aus, persönlich machtlos zu sein“, so Christian Bommers bei der Siegerehrung. „Man kann aber durchaus schon mit relativ geringem Aufwand vieles erreichen. Lokaler Klimaschutz beginnt bei jedem Einzelnen von uns – und zwar schon unmittelbar vor der Haustür. Und man sieht: Da geht was!“ Bommers‘ Dank galt auch den Sponsoren Martin Bogie, Philipp Selders, Philipp Jentjens und Ulrich Wantikow: „Sie sind die idealen Promoter unserer Initiative, weil Sie Ihre Kunden am besten beraten können, wie man fachgerecht Leben in den Vorgarten bringt.“

Nach der tollen Resonanz des Wettbewerbs bei der Premiere will die Stadt auch im kommenden Jahr wieder „Meerbuschs Vorgärten des Jahres“ auszeichnen. Auch die Gartencenter haben wieder ihre Unterstützung zugesagt. Die Ausschreibung erfolgt im Mai 2022.

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