Mit ehrenamtlichem Engagement und öffentlichen Fördergeldern stößt der TC Strümp trotz der Corona-Krise in der laufenden Sommersaison wichtige Modernisierungsprojekte an.

Als das gesellschaftliche Leben durch die Corona-Pandemie in den letzten Wochen zwischenzeitlich fast vollständig zum Stillstand gekommen war, ruhten auch auf der Anlage des Tennisverein TC Strümp die Bälle. Wo sonst das typische „plopp plopp“ zu hören war, herrschte fast schon gespenstige Stille.

Hinterer den Kulissen bewegte sich jedoch so einiges. Der kurz vor dem Corona-Ausbruch neugewählte Vorstand und der gesamte Verein haben gezeigt, dass mit ehrenamtlichen Engagement und Begeisterung auch in schwierigen Zeiten viel bewegt werden kann.

So wurden mitten in der Krise mehrere Großprojekte zur Sanierung und Modernisierung der Tennisanlage an der Fritz-Wendt-Straße in Strümp initiiert. Der Verein profitiert dabei vom Förderprogramm des Landes NRW „Moderne Sportstätte 2022“, in dessen Rahmen insgesamt 300 Mio. EUR für Sportvereine zur Verfügung gestellt werden.

„Dass wir uns um Fördergelder bewerben möchten, stand schon länger fest. Wir waren in unseren Planungen auch schon recht weit fortgeschritten. Aber dann kam Corona“, erzählt der Geschäftsführer des Vereins, Tim Kleinevoss. Ein Verschieben der Projektanträge kam aber nicht in Frage. „Das Förderprogramm bietet uns als kleiner Verein die einmalige Möglichkeit Projekte, wie die Modernisierung der Bewässerung oder die Installation einer Flutlichtanlage anzugehen. Ohne die Fördergelder wäre das für uns nicht stemmbar.“

So wurde der Verein kreativ. Telefonleitungen glühten und die Vorstandssitzungen fanden per Videokonferenz statt. Sogar eine außerordentliche Mitgliederversammlung wurde virtuell abgehalten, um die satzungsmäßig notwendige Zustimmung der Mitglieder zu den Projekten zu erhalten. „Wir waren begeistert, wie viele Mitglieder sich online zu der Versammlung zugeschaltet haben“, sagt Philipp Blumentrath, der neue 1. Vorsitzende. „Das war uns sehr wichtig, denn wir wollten eine möglichst breite Unterstützung für diese Projekte.“ Diese gab es per Online-Votum dann auch, so dass nun alle Anträge fristgerecht eingereicht sind und die Arbeiten hoffentlich schon in diesem Herbst starten können.

Auch in anderen Bereichen hat die Pandemie im Verein eher Energie freigesetzt, als blockiert, berichtet Marion Martin, Sportwartin beim Club. „Mehrere unserer Mannschaften haben nach der Wiedereröffnung der Sportanlagen mit kleineren Sponsorenprojekten dazu beigetragen, dass unsere Anlage schöner wird.“ So wurde z.B. in Eigeninitiative der Geräteschuppen neu gestrichen, eine neue Beleuchtung für die Terrasse installiert oder die Ballwand von Brennnesseln befreit. „Wir haben in der Zwangspause alle gemerkt, wie wichtig uns der Sport und das Vereinsleben ist“, so Martin.

Und so ist die Freude groß, dass seit einigen Wochen an der Fritz-Wendt-Straße endlich wieder das typische „plopp plopp“ der Tennisbälle ertönen kann.