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Der neue Bürgermeister der Stadt Meerbusch heißt Christian Bommers (CDU). In der Stichwahl setzte sich der 44-jährige Osterather mit 56,85 Prozent der Stimmen gegen den parteilosen, von den Grünen unterstützten Marcel Winter (43,15 Prozent) durch. 11.073 Wählerinnen und Wähler entschieden sich für Christian Bommers, auf Marcel Winter entfielen 8.404 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag diesmal bei 43,52 Prozent.

Bommers‘ erster Arbeitstag im Rathaus wird der 2. November sein, in der konstituierenden Sitzung des Rates am 24. November wird er seinen Amtseid ablegen. Wir haben mit Christan Bommers nach der Wahl gesprochen:

Red.: Sie haben in der Stichwahl 56,85 Prozent der Stimmen geholt – wie bewerten Sie dieses Ergebnis?
C. Bommers: Bei einer Stichwahl fängt man immer wieder bei 0 an. Ich hatte einen starken Mitbewerber. Mich hat es nicht gewundert, dass es lange ziemlich knapp war. Letztlich aber war es ein klares Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden bin.

Red.: Welche Rückmeldungen haben Sie in den vergangenen Wochen zum Wahlergebnis erhalten?
C. Bommers: Ganz überwiegend positive und Mut machende Rückmeldungen, über die ich mich sehr gefreut habe. Die Leute wünschen mir Entschlossenheit, Zuversicht und eine glückliche Hand für die anstehenden Entscheidungen in den kommenden Jahren. All das kann ich sehr gut gebrauchen.

Red.: Ihr erster Arbeitstag als Bürgermeister ist am 2. November – Haben Sie schon eine Vorstellung, wie der aussehen wird?
C. Bommers: Es gibt bereits einige Termine in den ersten Tagen. Am wichtigsten wird es mir zum Einstieg aber sein, möglichst viele meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenzulernen. Dazu werde ich aber natürlich mehr Zeit als nur den ersten Tag brauchen. Ich blicke dem 2. November jedenfalls mit großer Aufregung und viel Tatendrang entgegen.

Red.: Was sind Ihre Ziele für die Stadt Meerbusch und die Bürger?
C. Bommers: Der Bereich Digitalisierung an den Schulen ist aktuell eines der wichtigsten Themen. Hier werde ich zeitnah für spürbare Verbesserungen sorgen. Auch das Thema Klimaschutz muss schnell angegangen werden. Hier möchte ich, dass wir die vielen Einzelmaßnahmen zu einem Gesamtplan zusammenfügen, damit wir in Zukunft planvoll und abgestimmt vorgehen. „Meerbusch muss man leben“, das war für mich nicht nur ein Wahlkampfslogan. Diesen Gedanken möchte ich auch in die Breite der Mitbürgerinnen und Mitbürger bringen. Ich möchte ermutigen, sich für unser Meerbusch einzusetzen, mitzuhelfen und gemeinsam unsere Heimatstadt positiv weiterzuentwickeln.

Red.: Haben Sie sich in den letzten Wochen auch mit Ihrer Amtsvorgängerin Angelika Mielke-Westerlage ausgetauscht?
C. Bommers: Ja natürlich. Wir haben uns immer wieder einmal ausgetauscht. Nach 50 Jahren in Diensten der Stadt Meerbusch verfügt sie schließlich über einen großen Erfahrungsschatz. Im Rahmen der Amtsübergabe werden wir in den nächsten Tagen noch eng zusammenarbeiten.

Red.: Sie haben eine junge Familie und sind aktiver Schütze – wie war die Reaktion auf „Papas neuen Job“ bzw. bei Ihren Schützenkameraden?
C. Bommers: Wie schon erwähnt, habe ich große Unterstützung aus meinem Umfeld erfahren. Das betrifft insbesondere auch die große Gruppe der Meerbuscher Schützen. Ein motivierendes Gefühl. Für meine Familie beginnt nun ebenfalls eine aufregende Zeit. Meine Kinder sind sehr interessiert zu erfahren, was ein Bürgermeister eigentlich so macht und blicken gespannt in die Zukunft. Die Öffentlichkeit von „Papas neuem Job“ ist für alle noch eine große Unbekannte. Hier muss die Familie zunächst noch lernen damit umzugehen. Ich bin mir aber sicher, dass wir das als Familie gut hinbekommen werden.