Wie geht’s weiter nach der Schule? Anregungen und Antworten liefert – in diesem Jahr zum zwölften Mal – die Nachwuchs-Initiative „Check in Berufswelt“. Über „Check in“ erhalten Firmen die Möglichkeit, bei Schülern der Klassen 9 bis 13 ganz gezielt Interesse für ihre Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten zu wecken. Interessierte Ausbildungsbetriebe öffnen am kreisweiten „Check in“-Day am 30. September, einen Nachmittag lang ihre Türen und stellen ihre Praktikums-, Ausbildungs- und dualen Studienangebote vor. Bis zum 31. Juli haben die Unternehmen, die Azubis suchen, noch Zeit, sich über die Webseite www.checkin-berufswelt.net anzumelden. Seit dem Corona-Jahr 2020 steht den Firmen und Betrieben zusätzlich ein Video-Call-Kanal zur Verfügung, der das Zusammentreffen mit interessierten Jugendlichen auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen ermöglicht.

Mitgetragen wird die Initiative unter anderem von der Bundesagentur für Arbeit in Krefeld und Neuss und von der IHK Mittlerer Niederrhein. Hinzu kommen die Städte Krefeld und Neuss, der Kreis Viersen und deren Wirtschaftsförderungen sowie der Rhein-Kreis Neuss. Ziel ist es, dass sich Jugendliche freiwillig, aus eigenem Antrieb heraus über Arbeitgeber der Region informieren. Die Schüler erhalten Einblicke in den beruflichen Alltag, kommen ins Gespräch mit Ausbildern und aktuellen Azubis. Devise: „Triff deine Zukunft!“ „Dieses unmittelbare Erleben kann für die spätere Berufswahl ungemein motivierend sein. Nicht selten kommt es über den Erstkontakt zu einem Praktikum und zur Bewerbung“, so Meerbuschs Wirtschaftsförderer Stephan Benninghoven. Allerdings räumt auch er ein: „Den richtigen Bewerber und das passende Unternehmen zusammenzubringen, das ist unsere Herausforderung.“

Um diese Herausforderung anzugehen, wird schon im Vorfeld der Initiative einiges unternommen: An 146 weiterführenden Schulen im Aktionsgebiet werben Studien- und Berufswahlkoordinatoren, die so genannten „Stubos“, für die „Check in“-Angebote. Für die weiter auseinanderliegenden Gewerbeparks in Meerbusch – zum Beispiel das Areal Böhler an der Stadtgrenze zu Düsseldorf oder das Mollsfeld an der A44 in Osterath – können bei Bedarf Shuttle-Dienste eingerichtet werden, wenn sich mindestens zehn Ausbildungsbetriebe zur Teilnahme melden. Mitmachen können grundsätzlich auch Handwerksbetriebe aller Gewerke mit dualen Ausbildungsangeboten und Studiengängen.

„Ebenso wichtig wie die Werbung der Unternehmen ist es, die Schülerinnen und Schüler zu gewinnen, diese Chancen zu nutzen“, sagt Stephan Benninghoven. Und dies funktioniere nach wie vor gut über die Eltern. So hat Benninghoven gemeinsam mit Joachim Nowack (IHK) und Thomas Feldges („Check in“) eigens zu einem virtuellen Elternabend eingeladen, um über die „Check in“-Initiative und das so genannte „Azubi Speed Dating“ der IHK zu informieren und Fragen zu beantworten. „Die Resonanz war gut, rund 40 Eltern haben sich zugeschaltet.“ Für das seit Jahren erfolgreiche „Speed Dating“ hat die IHK eigens eine App entwickelt, über die die Jugendlichen Telefon-, Video- und Chattermine bei Ausbildungsunternehmen vereinbaren und sich unkompliziert vorstellen können. Bis zum 30. Juni gibt es noch Vorstellungstermine. Die App „It’s your match“ gibt es kostenlos im Apple Store oder im Google Play Store zum Download.