(von rechts nach links) Der stellvertretende Personalratsvorsitzende Michael Marschall übergab jetzt exakt 1.311 Euro und 94 Cent an den Vorsitzenden Alexander Gronewald, seine Stellvertreterin Maja van Kaldenkerken, an Jugendteamleiter Falc Reiners und an den Beiratsvorsitzenden Thomas van Kaldenkerken. Foto: Stadt Meerbusch

Die so genannte „Centspende“ der Stadtverwaltung geht in diesem Jahr an den „Verein engagiert e. V.“ aus Lank-Latum. Der stellvertretende Personalratsvorsitzende Michael Marschall übergab jetzt exakt 1.311 Euro und 94 Cent an den Vorsitzenden Alexander Gronewald, seine Stellvertreterin Maja van Kaldenkerken, an den Beiratsvorsitzenden Thomas van Kaldenkerken und den Jugendteamleiter Falc Reiners.

Seit 1988 spenden Mitarbeiter der Stadtverwaltung von ihrem Gehalt die Centbeträge hinter dem Komma für einen sozialen Zweck, den der Personalrat auswählt. In den vergangenen Jahren ging das Geld unter anderen an die DLRG Meerbusch, an die Hospizbewegung, an das AWO-Mütterzentrum in Büderich, an das Blindenzentrum in Strümp oder an den Verein für Behinderte in Osterath. „Wir sind stolz auf unsere Kolleginnen und Kollegen“, so Michael Marschall. „Dieser kleine Verzicht tut dem Einzelnen nicht weh, kann aber vereint mit vielen nützliche Hilfe leisten.“

Den sozialen Zweck der jährlichen Centspende sucht der Personalrat vorrangig in Meerbusch selbst. Damit fiel der Blick auf den „Verein engagiert“. Der 2016 aus dem Handballclub Treudeutsch Lank“ hervorgegangene Verein hat sich auf die Fahnen geschrieben, mit jungen Leuten älteren Menschen vor Ort zur Seite zu stehen. Jede Woche besuchen rund 70 Jugendliche in kleinen Gruppen soziale Einrichtungen und Altenheime – nicht nur in Lank-Latum, sondern mittlerweile auch in Strümp und seit kurzem auch mit einem eigenen Team in Kaarst. „Da werden Gesellschaftsspiele gespielt, es gibt Vorlesestunden und Kegeln“, so Alexander Gronwald. „Bei gutem Wetter stehen natürlich auch gemeinsame Spaziergänge auf dem Programm.“ Die Begegnungen zwischen Alt und Jung seien für beide Seiten bereichernd und bisweilen auch anrührend. Die Mitarbeit im mittlerweile sehr großen Betreuerteam ist zwanglos und wird locker per WhatsApp organisiert. „Freitags klären wir spontan, wer am Wochenende Zeit hat“, sagt Teamleiter Falc Reiners. „Dann melden wir an die Altenheime, wieviele Senioren betreut werden können. Das funktioniert gut, und keiner kommt in Stress.“

Mit der Spende der Stadtbediensteten möchte der Verein unter anderem seine weitere Öffentlichkeitsarbeit oder auch neue Vereinspullis für die jungen Mitglieder finanzieren. Jugendliche, die Interesse haben, beim „Verein engagiert“ mitzumachen, können sich auf der Webseite www.verein-engagiert.de/ melden.