Älteste Erwähnungen von Schützengilden stammen aus dem Jahr 1190. Die Bruderschaften hatten in dieser Zeit die Aufgabe, Haus und Hof in Kriegszeiten, bei Seuchengefahren und Glaubensstreitigkeiten zu schützen, besonders vor Gesindel, Banden und Räubern.

In der Frühzeit ihres Bestehens waren sie reine Selbstschutzgemeinschaften. Die herrschenden Stände und Magistrate sahen dies natürlich sehr gerne, wurden ihnen durch solche Gemeinschaften doch Aufgaben und Pflichten der Bevölkerung gegenüber abgenommen. Dadurch erfuhren diese Gemeinschaften und „Schützengilden“ eine große Unterstützung und erhielten weiteren Auftrieb. Es blieb im Laufe der Jahre jedoch nicht bei den Aufgaben des Selbstschutzes.

Schon damals nahmen die „Schützen“ an öffentlichen Festlichkeiten teil. Hierbei traten sie nicht nur als Veranstalter in Erscheinung, sondern auch als schützende oder ordnende Organisation, wie es ihre ursprüngliche Aufgabe war. In Notzeiten ging es konkret darum, für Leib und Leben der Bürger in den Dörfern und Gemeinden zu sorgen und Schutzaufgaben zu übernehmen. Im Rahmen dieser Aufgabenstellungen entwickelte sich 1567 die Bruderschaft in Büderich. Einsatz für das Wohlergehen der Mitmenschen, Beschützen des Nächsten ist bis heute Kernaufgabe der Schützen geblieben.

In diesem Jahr feiert die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Büderich 1567 e.V. das 70. Schützen- und Heimatfest nach dem zweiten Weltkrieg.

Weitere Infos unter www.schuetzen-­buederich.de