Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und der Technische Beigeordnete Michael Assenmacher (Mitte rechts) bei der Freigabe des Böhler-Radweges im September vergangenen Jahres. Matthias Unzeitig (links) und sein Stellvertreter Daniel Hartenstein (rechts) hatten die Baumaßnahme abgewickelt. Jetzt soll der Weg systematisch aufgewertet werden. Archiv-Foto: Stadt Meerbusch

Der im September 2019 freigegebene Böhler-Radweg entlang der Stadtbahntrasse zwischen Büderich und Düsseldorf soll weiter entwickelt und attraktiv gestaltet werden.

Pflanzflächen für etwa 25 Bäume und für Wildblumenwiesen sollen das künftige Bild abrunden und einen zusätzlichen Beitrag zum lokalen Klima- und Insektenschutz leisten. Info-Tafeln werden auf weitere Fahrradrouten in Meerbusch hinweisen. Entlang des Radweges sollen zudem Skulpturen aufgestellt werden, die der Strecke eine kulturelle Komponente geben. Laternen sollen für mehr Sicherheit sorgen. „In einem ersten Schritt wollen wir in diesem Jahr die Gestaltung des Abschnittes entlang des Areals Böhler in Angriff nehmen“, so Dana Frey von der Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz der Stadtverwaltung. „Der restliche Abschnitt folgt dann in 2021.“

Zur weiteren Finanzierung des Projekts hat die Stadt mit Unterstützung des Umwelt-Fördervereins Meerbusch einen neuen Weg eingeschlagen: Interessierte Firmen und Privatpersonen haben jetzt die Möglichkeit, sich mit Geldspenden an der Gestaltung zu beteiligen. Der Umwelt-Förderverein ist als gemeinnützig anerkannt, deshalb sind Spenden steuerlich absetzbar. Alle Spenden werden in voller Höhe garantiert projektbezogen für die Finanzierung des städtischen Radweg-Projektes verwendet.

Der Böhler-Radweg gilt als einer der zentralen Bausteine zur Förderung des Radverkehrs in Meerbusch. Der rund 1,2 Kilometer lange Abschnitt soll vor allem berufstätigen Pendlern bequemes und sicheres Fahren ermöglichen. Zur Grünstraße hin gibt es auf halber Strecke eine Querverbindung. Die Stadt Meerbusch hat in das Teilstück rund 670.000 Euro investiert. 70 Prozent der Kosten finanzierte das Land NRW über die „Förderrichtlinie Nahmobilität“. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage hofft auf gute Resonanz: „Wir möchten das Fahrrad in Meerbusch nicht nur als Freizeitgerät, sondern als ernst zu nehmende Alternative zum Auto etablieren. Das ist ein Entwicklungsprozess. Dazu brauchen wir gute Verbindungen.“ Ein Radweg mit Erlebniswert könne zum Vorzeige-Objekt für die gesamte Stadt werden.