Polizei

In einer gemeinsamen Aktion mit Kollegen des Ordnungsamtes und Beamten der Polizei hat die Bauordnung der Stadt Meerbusch jetzt die illegale Nutzung des Bürogebäudes Am Meerkamp 20 als Arbeiterunterkunft beendet. Das Gebäude im Office-Park Büderich wurde geräumt und versiegelt. Die Bewohner erhielten Gelegenheit, ihre Sachen zu packen und verließen das Haus ohne Widerstand. Die Personalien wurden aufgenommen und alle Räume fotografiert. „Tatsächlich waren alle Büroräume im Haus noch in der Nacht zuvor als Schlafräume genutzt worden“, so Frauke Köppen, Leiterin der Bauaufsicht im Technischen Dezernat. Bei den Anwohnern hatten die Vorgänge in dem Gebäude schon seit Monaten für Unmut gesorgt.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte die Nutzung schon Mitte April für rechtswidrig erklärt und damit die Nutzungsuntersagung der Stadt Meerbusch bestätigt. Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht in Münster die Beschwerde des  Hauptmieters abgewiesen und die Zwangsgeldforderungen der Stadt für rechtens erklärt: Die Verwaltung hatte wegen der fortgesetzten illegalen Nutzung ein Zwangsgeld in Höhe von 9.500 Euro angeordnet und – weil der Hauptmieter nicht zahlte – ein weiteres Zwangsgeld in Höhe von 19.000 Euro angedroht. Als auch das nicht fruchtete, wurden die nächsten Maßnahmen eingeleitet.

Für Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage, die noch in der jüngsten Sitzung des Stadtrates über den Sachstand Am Meerkamp berichtet hatte, ebnete der OVG-Entscheid letztlich auch den Weg zur jetzt erfolgten Versiegelung: „Wir hatten damit eine gute Grundlage für weitere Verfahrensschritte.“ Jetzt sei entscheidend, dass Am Meerkamp nach einem überaus zählen Verfahren endlich Ruhe einkehre.