Am Donnerstagvormittag (15.11.) erreichten die Polizei im Rhein-Kreis Neuss Hinweise auf offenbar betrügerische Anrufe, bei denen sich bislang unbekannte Personen als Polizeibeamte ausgaben. Einen solchen Anruf erhielten gleich mehrere Bewohner aus dem Neusser Norden und Meerbusch. Am anderen Ende der Leitung behauptete ein Mann, von der Kriminalpolizei zu sein. Man habe Hinweise auf eine Einbrecherbande, die im Bereich des Wohnviertels unterwegs sein soll. Der Unbekannte riet den zumeist älteren Bürgerinnen und Bürger, Fenster und Türen zu schließen. Gleichzeitig erkundigte sich der „falsche Polizist“ gezielt nach Wertsachen und versuchte in einem Fall, einem der Angerufenen mehrere tausend Euro zu entlocken. Auf dem Weg zur Bank schöpfte das vermeintliche Opfer Verdacht und informierte noch rechtzeitig die Polizei.

Es kam im vorliegenden Fall nicht zu einer weiteren Kontaktaufnahme, so dass auch kein Schaden entstand.

Die Masche der Betrüger ist nicht neu. Üblicherweise bietet der falsche Kripobeamte im Weiteren an, die Wertgegenstände oder das Bargeld sicher bei der Polizei zu verwahren. Dafür würde ein Kollege vorbeikommen und dieses abholen.

Tipps der „echten Polizei“, um nicht Opfer von Betrügern zu werden:

Geben Sie keine persönlichen Daten heraus.
Beenden Sie das Gespräch - legen Sie auf.
Lassen Sie sich nicht einschüchtern oder drängen.
Notieren Sie - wenn möglich - Uhrzeit des Anrufes, den Namen des 
angeblichen Polizisten und die Telefonnummer.

Informieren Sie anschließend die Polizei (02131-3000 oder Notruf 110).

Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird sich niemals am Telefon nach Wertgegenständen und schon gar nicht nach deren Aufbewahrungsort erkundigen.